Strände

01 Oktober 2026

Karriere als Flitzer in der Schweiz

Karriere als Flitzer in der Schweiz

Bericht aus der Studierenden Zeitung Zürich

Ein nackter Feldzug

Der Informatiker Michael schaffte sich unverhofft ein zweites Standbein: Auf eine betrunkene Aktion folgte eine Karriere als Flitzer und eine Rolle in Beat Schlatters Spielfilm.

Michael war 22, als er zum ersten Mal am Rand eines Fussballfelds die Hose herunterliess. Es war der Sommer 2011, als der Kaiserstuhl-Cup in Baden-Württemberg bald zum zweiten Mal durch einen spärlich bekleideten, jungen Mann unterbrochen werden sollte. Eine Partie zuvor war ein Fan des gegnerischen Rot-Weiss Essen nackt bis auf eine schwarze Sturmhaube über den Rasen geflitzt, ganz zur Entgeisterung der Fans vom FC Luzern, zu denen auch Michael gehörte. Dass die Anhänger*innen des Gegners mehr Spass hatten als sie, konnte besonders er nicht auf sich sitzen lassen. Und so trennte kurzerhand nur noch die Tür einer Toilettenkabine Michaels entblössten Unterkörper und die grünen Weiten des Stadions. 

Flitzen auf Auftrag 

Dass diese erste Flitzerfahrung nebst einer um Jahre verspäteten Busse auch eine neue Karriere zur Folge haben würde, hätte der heute fast 40-Jährige nicht gedacht. Angespornt durch seine Nachahmer*innen flitzte er weiterhin bei den Spielen seines Lieblingsclubs und wurde so im Luzerner Fanlager als «de Flitzer» bekannt. «Daraufhin fragte mich ein Arbeitskollege, ob ich nicht beim Rollerderby seiner Freundin flitzen wollte, woraus sich auf einmal immer mehr Aufträge ergaben», erzählt er. So rannte Michael unter anderem nackt über die Bühne des Luzerner Komikers Johnny Burn. Kurz darauf erhielt er einen Anruf von Kabarettisten und Drehbuchautor Beat Schlatter. 

Der Zürcher Promi stellte ihn für einen Gag bei TeleZüri ein, wo er unbekleidet durch die Wettervorhersage rannte, und bot ihm dann eine Statistenrolle in seinem Spielfilm «Flitzer» an. Für Michael, der zur Studienzeit den Minor Filmwissenschaft belegt hatte, ging damit ein langjähriger Traum in Erfüllung. Der Film handelt von einem verwitweten Lehrer. Dieser hatte Geld seiner Schule verwettet und nun grosse Schulden. Um sie zurückzahlen zu können, steigt er selbst ins Wettgeschäft ein und beginnt, Flitzer*innen zu trainieren. An Sportanlässen wettet dann das Publikum auf deren Erscheinung. Michael spielt einen dieser Flitzer*innen. Dafür durfte er mehrmals über den noch vom Tau bedeckten Rasen des Brügglifelds in Aarau flitzen, wobei er nach jeder Aufnahme mit einem Bademantel empfangen wurde, bis die Filmschaffenden mit seinem Auftritt zufrieden waren.

«Richtiger Luxus war das», erzählt er lachend. Im echten Leben seien seine Auftritte nämlich nicht so entspannt. So unterschätze man als Person mit durchschnittlicher Ausdauer sowohl die Länge als auch die Breite eines Fussballfeldes. Dazu wird man vom Sicherheitspersonal gejagt, das trotz Nacktheit kein Problem mit Körperkontakt habe. «Meine Energie leidet da schon manchmal, besonders sportlich bin ich nämlich nicht», sagt Michael. So kam er auch bei seinem allerersten Auftritt ganz schön ins Schwitzen – doch nicht erst auf dem Feld: «Als ich damals in dieser Toilettenkabine stand, überkam mich auf einmal die nackte Panik.» Der Alkohol schien seine mutmachende Wirkung verloren zu haben und der Lärm der Fans klang plötzlich bedrohlich. «Ich dachte nur noch, oh Gott, was mache ich hier überhaupt?» 

Verzweifelt habe er nach seinem Komplizen gerufen, um den Plan wieder abzubrechen. Doch dieser wartete bereits gespannt auf der anderen Seite des Rasens; unter dem Arm Michaels Hose, Unterhose, Schuhe, Socken und Handy. Es blieb ihm somit keine Wahl. Er öffnete die Kabinentür, sprang über die Absperrung und rannte los. «Da war ich plötzlich mitten auf dem Platz und alle starrten mich an. Es war schrecklich», sagt er. Doch auf die anfängliche Panik folgte Euphorie: «Auf einmal begann ich es aber zu geniessen. Die Reaktionen der Fans waren das Beste, ihre schockierten Blicke und wie sie sich nicht mehr halten konnten vor Lachen.» Für seine folgenden Flitzauftritte waren diese der grösste Anreiz, wobei aber auch Alkohol eine entscheidende Rolle spielte. 

Stören, ohne zu schaden 

Michaels Vorgänger*innen hätten andere Beweggründe gehabt. So stellte Sportsoziologe Felix Kühnle fest, dass Flitzen einer Freiheitssymbolik entsprang, die in den 70er Jahren ausgelebt wurde. Öffentliche Nacktheit habe jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, gegen traditionelle Normen zu rebellieren. So sei der Effekt auf das Publikum zu jener Zeit jedoch eher der Entrüstung zuzuordnen als der Freude. Neben Provokation gibt es auch Flitzer*innen, die ihren Auftritt zur Leinwand politischer Botschaften machen. Der wohl Bekannteste ist dabei Jimmy Jump. Durch seine Aktionen häufte er Bussen von bis zu 300’000 Euro an. Michael habe nie ein konkretes politisches Motiv gehabt, jedoch sah er in seinen Feldzügen eine Protesthaltung gegen das «Geschleckte» im Fussball: «In diesem Kosmos, wo es um viel Geld geht und stets gejammert wird, wenn ein Fan mal eine Fackel zündet, war das Flitzen eine Möglichkeit, zu stören, ohne jemandem zu schaden.»

Flitzen würde er heute jedoch nicht mehr: «Auch wenn ich es noch immer lustig finde, bin ich heute fast 40 und es gibt Kinder im Stadion. Da muss ich nicht nackt herumrennen.» Doch in Erinnerungen schwelgt er gerne. Besonders in jener an den Match im Jahr 2011, als er endlich in die Arme seines Komplizen rannte und sich in Windeseile wieder die Hose anzog.

Link zum Artikel: ZSONLINE - Artikel

Zum Start in die Vorweihnachtszeit lanciert die USL, die Dachorganisation der FC Luzern Fans, mit dem «Adventsbock» einen Online-Adventskalender mit amüsanten und kultigen Geschichten vom und neben dem Fussballplatz aus vergangenen Tagen.

Der Auftakt macht ein ehemaliger Flitzer und beschreibt sein Debut im Jahre 2011 bei einem Testspiel des FC Luzern am Kaiserstuhl-Cup in Bahlingen.

Das Paraguay-Trikot steuerte den nötigen Mut für den ersten Auftritt bei. Foto: zVg.


15.8.2021 Cupspiel SC Cham - FC Luzern - Flitzer im Einsatz




17.9.2016, Cupspiel:  Ticino Le Locle (2.i) – Luzern 0:3


Lange das Highlight in Le Locle: Ein Flitzer


In Deutschland, in Kleve, tauchen immer mal wieder nackte Flitzer auf. Hier ein Bericht auf Youtube:




Die Geschichte des ersten Flitzers beim Sport!





Die Geschichte des ersten Flitzers beim Sport (und was er heute darüber denkt)

Was bleibt vom Champions-League-Final in Erinnerung? Liverpools Sieg und der Handspenalty nach 20 Sekunden. Aber weil das Spiel so ereignislos war, bestimmt auch ein blondes Model im Badeanzug die Schlagzeilen. Der Ur-Vater aller Flitzer bedauert längst, was er losgetreten hat.
Langes blondes Haar, eng geschnittener Badeanzug: So lernte die Welt am Samstagabend Kinsey Wolanski kennen. Das Model machte Werbung für die Internetseite ihres Freundes.

Es sollte ein «Streich» sein: Das steckt hinter der CL-Final-Flitzerin

Das war 1974 noch ganz anders. Aus diesem Jahr ist die erste Aktion eines Flitzers bei einem Sportanlass überliefert. Und Michael O'Brien war tatsächlich noch ein echter Flitzer. Er rannte nicht für ein Anliegen, war kein Vehikel eines Sponsors, sondern gewann nackt, wie Gott ihn geschaffen hatte, eine Wette.
«Offensichtlich nicht viel.» O'Brien auf die Frage, was er sich bei seiner Einlage gedacht habe.
Es ist ein Rugby-Länderspiel, England spielt im Londoner Twickenham gegen Frankreich. O'Brien, ein 25 Jahre alter Buchhalter aus Australien, sitzt mit einigen Kumpels auf der Tribüne, hat schon ein paar Bier intus. «Es war ein Engländer, der mich herausgefordert hat», verriet der erste (bekannte) Flitzer der Geschichte, als er nach drei Jahrzehnten erstmals öffentlich darüber sprach. «Meine australischen Freunde sagten ihm, er solle nicht mit mir wetten, weil ich es wirklich machen würde. Und so kam es dann auch.» In der Halbzeitpause zieht Michael O'Brien blank und rennt über den Platz.
Um 10 Pfund geht es, heute entspricht das etwa 140 Franken. O'Brien gewinnt das Geld. Auch deshalb, weil die Polizisten zu ihm nett sind. «Ich sagte ihnen sofort, dass es sich um eine Wette handelt und ich es bis zum Zaun schaffen müsse. Also führten sie mich dahin und liessen mich ihn berühren.» Den Wettgewinn ist Michael O'Brien bald wieder los: Die Busse, die er später kassiert, ist gleich hoch.



«Ich bin überzeugt davon, dass er mich um einen Kuss bat», scherzte Polizist Perry (links). Die Antwort O'Briens: «Wir wissen beide, dass das nicht stimmt.»

Heute kaum vorstellbar, aber damals Tatsache: Das Rugby-Länderspiel wird nicht im Fernsehen übertragen. So wird die Welt erst auf den Flitzer aufmerksam, weil Fotograf Ian Bradshaw im richtigen Moment abdrückt. Nämlich just dann, als ein Polizist seinen Bobby-Helm über die Schamgegend des jungen Mannes hält. Nur so kann das Bild am nächsten Tag gross in der Zeitung gedruckt werden.

«Es war ein ausserordentlich kalter Tag und Michael hatte nichts, worauf er hätte stolz sein können.»
Polizist Bruce Perry über jenen Teil des Flitzers, den er mit dem Helm verdeckte
Für Michael O'Brien ein entscheidender Moment in der Geschichte des Flitzens. «Wäre Ian Bradshaw damals nicht zur Stelle gewesen, hätten bloss die 48'000 Zuschauer im Stadion davon erfahren.» Die meisten anderen Fotografen hatten sich in der Halbzeitpause in die Katakomben verzogen, um sich an diesem kalten Nachmittag aufzuwärmen.

Dass er am 20. April 1974 nackt über das Spielfeld gerannt ist, bereut er nicht. Dass er damit einen Trend initiiert hat, der bis heute anhält, bedauert er jedoch sehr. «Ich fühle mich schuldig. Leute, die mitten in einem Spiel stören oder auf Pferde- oder Autorennbahnen rennen, das ist doch einfach nur pure Dummheit.» Sein Ratschlag an jeden, der sich überlegt, ebenfalls im Stadion zu flitzen, fällt entsprechend kurz aus: «Mach es nicht!»



Den Helm schenkte der Polizist dem Flitzer, als es 2006 bei einer australischen TV-Sendung zum Wiedersehen kam.

Kinsey Wolanski, die Flitzerin vom Champions-League-Final 2019 in Madrid, wurde vom Feld abgeführt und direkt in eine Arrestzelle gesperrt. Es heisst, sie sei erst nach einigen Stunden wieder freigelassen worden.

Vor 45 Jahren nahm man den Zwischenfall wesentlich lockerer. Michael O'Brien, der Flitzer aus der Halbzeitpause, sah die zweite Hälfte schon wieder von der Tribüne aus. «Sie nahmen mich mit, ich zog mich wieder an, auf dem Polizeiposten füllte ich einige Formulare aus und rechtzeitig, als die Spieler aufs Feld zurückkehrten, sass ich wieder auf dem gleichen Platz wie vorher.»

Ein Bild, das um die Welt ging.
Weil Ian Bradshaw genau den Moment erwischte, als der Polizistenhelm das Gemächt von Michael O'Brien verdeckte, konnte das jugendfreie Bild veröffentlicht werden. Das «Life Magazine» wählte es zum Foto des Jahres, das «People Magazine» gar zum Foto des Jahrzehnts und Fotograf Bradshaw gewann damit den renommierten World Press Photo Award. «Ich mag das Foto, es machte mich bekannt», sagt Bradshaw rückblickend. «Aber ich musste gar nicht viel dafür tun. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, hatte das richtige Objektiv an der Kamera und einen Film drin.»


Weitere beachtenswerte Flitzer-Momente:

Für die meisten Mitteleuropäer gehört Cricket zum Langweiligsten, was der Sport zu bieten hat. Das dachte sich 2008 wohl auch dieser Turner und unterbrach das Spiel England gegen Südafrika für einen Nackt-Handstand.

Die Nackte vom Pizzastand
Melissa Johnson macht mit ihrem Lauf vor dem Wimbledon-Finale 1996 weltweit Schlagzeilen. Die Idee dazu kam ihr bei der Arbeit am Pizzastand: „Ich habe eine wilde Ader.“ Die Kollegen feuern sie an.


Jetzt reicht's
Mit dieser Reaktion hätte der Nackt-Renner 2015 wohl nicht gerechnet. Bei einem englischen Rugby-Liga-Spiel hat Chris Hala’ufia keine Lust auf Störung und rammt den Flitzer mit einer beherzten Aktion einfach um

Flitzer gibt's überall
Auch das friedliche Synchronschwimmen ist vor Störenfrieden nicht sicher. Das zeigt bei der Weltmeisterschaft 2003 in Barcelona der Brite Mark Roberts, der Werbung für eine Seite im Internet macht



Für Gleichberechtigung
Kimberley Webster schockt Spieler und Zuschauer beim Golf-Turnier in Ohio/USA 2013, sagt später: „Die besten Flitzer der Welt waren Männer, es war an der Zeit, das zu ändern. Außerdem ist Golf immer so brav“




Beim Bundesliga-Spiel Hannover gegen Mainz am Samstag versuchte ein unbekleideter Flitzer, seine Ex-Frau zu beeindrucken. Doch die war von seinem freizügigen Liebesbeweis alles andere als beeindruckt.

Wenn die Freundin Schluss macht, ist das ein schwerer Schicksalsschlag für einen Mann. Kein Wunder, dass die Verlassenen oft absurde Dinge tun, um die Angebetete zurückzubekommen. Mögen sie auch noch so bekloppt sein.

Im Internet wimmelt es nur so von Tricks, Magier bieten gar Liebeszauber zur Partnerrückführung an. Eine Erfolgsquote von 96 Prozent verspricht beispielsweise die „weltberühmte Hexe Denisha van Spijk – bekannt aus TV und Radio“. Doch oft nehmen die Herren ihr Schicksal lieber selbst in die Hand.

Manchmal endet das dann wie bei einem jungen Mann aus Donaumoos, der mit einer Stretchlimousine vor dem Haus der Ex auftauchte und vom Vater brüsk abgewiesen wurde. Dass er anschließend die Haustür einschlug und vor Gericht endete, dürfte der zerflossenen Beziehung kaum neuen Schwung verliehen haben.

Ebenso wenig Erfolg hatte ein Amerikaner, der sich den Kopf einer Klapperschlange in den Mund steckte, um seine ehemalige Freundin zu beeindrucken. Er wurde in die Zunge gebissen und musste mit stark geschwollenem Geschmacksorgan von der Angebeteten in ein Krankenhaus kutschiert werden.

Von den Ordnern zu Fall gebracht
Am Wochenende durften auch 38.600 Zuschauer im Hannoveraner Stadion beim Spiel gegen Mainz (4:1) zusehen, wohin der Liebeswahn gestandene Mannsbilder treiben kann. In der 77. Minute rannte plötzlich ein Mann über den Platz, der nicht dort hingehörte. Allein schon, weil er keine Kleidung trug. Mit wehendem Gemächt drehte er eine Runde, wurde dann von den (bemitleidenswerten) Ordnern zu Fall gebracht.

Der „Bild“ verriet er, dass er mit der Aktion seiner Frau imponieren wollte, die vor drei Wochen aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen war. Leider war die Gattin weniger beeindruckt als entsetzt. „Bist du bescheuert? Du blamierst uns alle“, soll sie gezetert haben.

Hätte sich der Flitzer doch besser an Hexe Denisha van Spijk und ihre Liebestränke gewandt. Das Ergebnis wäre wohl das gleiche gewesen. Aber er hätte wenigstens kein Stadionverbot.





28 September 2026

Interview mit der Studentenzeitung Zürich

22.9.26

Über den BLOG ist die Redaktion der Studentenzeitung Zürich auf mich zugekommen und hat um ein Interview gebeten. Da habe ich natürlich sehr gerne zugesagt. Wir haben ca. 45 Minuten uns über viele Aspekte des Nudismus und Naturismus unterhalten. Die Redaktorin hat am Schluss einige Themen aufgegriffen und in ihr Essay eingearbeitet. Noch 3 - 4 Mal haben wir uns ausgetauscht, um noch Korrekturen anbringen zu können.

Dies das finale Werk.




Freikörper Kult an der Ostsee
                                                                                                                     

«Sexismus hat hier keinen Platz»

Viele seiner Mitarbeitenden wissen um seine etwas ausserordentliche Lebenseinstellung, Roger Nessensohn zeigt sich da offen. Er ist schliesslich Nudist.

Gena Astner (Interview) und Lucie Reisinger (Foto)

16. September 2026

Herr Nessensohn, sie zelebrieren Nacktheit, gerne auch in Gemeinschaft. Die Fronten zwischen Befürworter*innen und Kritiker*innen scheinen oft verhärtet. Wie erleben Sie diese Polarisierung? 

Uns geht es darum, Genuss zu zelebrieren, was manche an Anlässen der Freikörperkultur (FKK) auch gelegentlich zur Schau stellen. Da können aber Reibungsflächen entstehen, weil es oft auch an Verständnis fehlt. Es gibt sehr klare, manchmal unversöhnliche Positionen auf beiden Seiten. Durch das bewusste Zeigen des nackten Körpers prallen diese Welten oft direkt aufeinander. 

In der Sauna ist Nacktheit im öffentlichen Raum nicht nur akzeptiert, sondern weit verbreitet. Wie erklären Sie sich das? 

Das ist in der Tat auffällig. In der Sauna ist es völlig normalisiert, aber sobald man den Raum verlässt, gilt es wieder als tabu. Dieser Widerspruch ist schwer zu erklären, er zeigt aber, dass Nacktheit stark kontextabhängig ist. 

Ein Vorwurf, der FKK-Gänger*innen häufig gemacht wird, lautet «Exhibitionismus». Wo ziehen Sie die Grenze zur FKK? 

Wenn man Exhibitionismus rein als das Zur-Schau-Stellen der eigenen Nacktheit definiert, dann hat ein Mensch, der exhibitionistisch unterwegs ist, oft ein tieferliegendes Bedürfnis, das schnell ins Sexuelle abgleitet. Vielleicht haben diese Personen ein Problem mit ihrer eigenen Nacktheit, können nicht damit umgehen und suchen dann Räume an der Grenze, um sich dort zur Schau zu stellen. Ihre Nacktheit damit anderen aufzudrängen und anzuecken, ist übergriffig. Darin besteht für sie der Reiz. Im Gegensatz dazu ist der Nudismus ein Lebensstil, bei dem man Menschen aufsucht, die ebenfalls nackt sind, ohne sexuellen Hintergedanken. 

Wie würden Sie Ihre Praxis selbst bezeichnen? Ist es Nudismus oder Naturismus? 

Wir bevorzugen den Begriff Nudismus. Es gibt zwar viele naturistische Badeanlagen, wo Alkoholkonsum verboten ist, auch in der Nähe von Städten. Die rein nudistischen Orte sind anders. Der grösste Ort dieser Art ist beispielsweise die Werdinsel. Dort sind wir Anhänger des «kleinen Naturismus», wo man sich gern nackt in der Natur unter Gleichgesinnten tritt. Es geht nicht um eine Ideologie, sondern darum, dass Etiketten und Schubladen-Denken wegfallen. Beim Nudismus spielt die Natur eine weniger grosse Rolle, das Körpergefühl steht im Vordergrund.

Verschwinden durch die Nacktheit also soziale Marker? 

Nicht alle Schubladen fallen weg, aber viele. Am Ende zählt nur noch der Mensch, der vor dir sitzt. Es gibt keine Frisur, keine modischen Marken, keine Autos, an denen man den Status abliest. All diese Auslöser fallen weg. Übrig bleibt der Mensch in seiner reinsten Form. Das führt dazu, dass man einander ganz anders begegnet – sei es dem Vater, der Frau oder einem Fremden. Es ist eine ehrlichere, direktere Begegnung, weil man nichts zu verbergen hat.

Ich will nicht sagen, dass Bekleidung etwas zu verbergen hat, aber wir achten im Alltag extrem auf unser Äusseres. Im Nudismus fällt dieser Druck weg. Kommt man am FKK-Strand auch schneller ins Gespräch? 

Das ist sehr individuell, genau wie an jedem anderen Strand. Ich habe sogar den Eindruck, dass man am FKK-Strand oft schneller wieder in Ruhe gelassen wird. Wenn sich ein Paar nackt am Strand aufhält, signalisiert das oft: «Wir wollen unsere Intimität.» Ein Problem ist, dass aufdringliche Annäherungsversuche am FKK-Strand oft stattfinden, besonders wenn eine Frau allein ist. Das schmerzt uns sehr. Es wundert uns nicht, dass es viele Frauen gibt, die den Zugang zu Vereinen scheuen. Wir haben Fälle, wo Frauen belästigt wurden. Das darf nicht sein. Das ist ein kritischer Punkt. 

Sind Frauen unterrepräsentiert? Wenn ja, was bräuchte es, damit mehr Frauen teilnehmen? 

Es braucht ganz klare Normen und Regeln, die bekannt sind und eingehalten werden. In Ländern wie Deutschland, Frankreich oder England sind die Vereine viel besser organisiert. Dort gibt es klare Verhaltensregeln: Wenn du hierher kommst, ist garantiert, dass dies und jenes nicht passiert. In der Schweiz hinken wir da leider hinterher. Unsere Strukturen sind oft weniger verbindlich. Es gibt Männer, die sich nicht beherrschen können, oder auch junge Leute, die das Konzept falsch verstehen und Probleme machen. Es wird dann schnell zu einer Frage des Alters und der Erziehung. Wir versuchen in unserem Blog, aus dieser verstaubten Ecke herauszukommen und zu zeigen: Es ist möglich, hier gute Erlebnisse zu haben und einfach sich selbst zu sein.

Die Angst, gefilmt zu werden und die Kontrolle über das eigene Bild zu verlieren, ist allgegenwärtig. Wie geht der Nudismus damit um? 

Das ist ein riesiges Problem. Die Konsequenzen, wenn Bilder ohne Einwilligung im Netz landen, sind horrend. Davor haben alle Angst. Zwar ist das Filmen an solchen Orten grundsätzlich verboten und die Distanz zwischen einander, die man einhalten muss, ist gross. Aber man muss unterscheiden zwischen dem versehentlichen Foto und der ab sichtlichen missbräuchlichen Aufnahme. Leider gibt es immer mehr Letzteres. Das zerstört das Vertrauen, das für den Naturismus essenziell ist. Missbrauch und Sexismus haben hier keinen Platz. 

Angesichts der Sexualisierungsgefahr und der Erfahrungen, die Frauen machen: Halten Sie geschlechtergetrennte Bereiche für sinnvoll? 

Ja, absolut. Es gibt Vereine mit Frauenabteilungen. In Bern zum Beispiel gibt es das «Paradiesli». Da wissen die Frauen: Hier sind wir unter uns, hier können wir uns wohlfühlen. Das ist eine richtige und wichtige Entwicklung. Echte Nudisten respektieren, wenn jemand sein Bedürfnis anders lebt. Wer seinen eigenen Willen über andere stellt, hat den Geist des Nudismus nicht verstanden. 

Oft wird der jüngeren Generation nachgesagt, sie sei «verkrampft» im Umgang mit Nacktheit. Teilen Sie diese Einschätzung? 

Ich bin mir nicht sicher, ob man das so pauschal sagen kann. Dass es immer weniger junge Menschen gibt, hängt meiner Meinung nach damit zusammen, dass sich immer mehr Bekleidete – wir nennen sie «Textiler» – in diese Gegenden vorwagen. Das beobachten wir auch in anderen Ländern: Wo zu viele Bekleidete hinzukommen, verliert der Ort seinen Charme für uns. Für uns ist es wichtig, dass der Raum als naturistisch aktiv erhalten wird. Durch dieses Aufeinandertreffen wird Nacktheit auch schnell sexualisiert. Dann entstehen Konflikte und das Vertrauen schwindet. So kommt dann auch der Exhibitionismusvorwurf ins Spiel, obwohl es eigentlich um einen respektvollen Umgang mit der Natur und dem Körper geht. 

Erklären Sie sich damit auch die Überalterung der Community? 

An den Orten, an denen ich mich bewege, spüre ich eine zunehmende Sehnsucht, sich dem Nudismus zu nähern, auch bei jüngeren Leuten. In Deutschland gibt es zum Beispiel Nacktwanderungen, bei denen immer mehr junge Menschen teilnehmen. Auch bei uns sind bestimmte Angebote wie Sauna-Abende oder spezifische Anlässe von geschlossenen Vereinen sehr gut besucht. Das Problem liegt meiner Meinung nach daran, dass viele Vereine elitär sind und ihr Rahmen zu einengend ist: Hinter hohen Mauern, wo strenge, aus der Welt gefallene Regeln herrschen, fühlen sich junge Leute oft nicht wohl. In diesem Alter definiert man sich stark über Gruppenzugehörigkeit und möchte das Gleiche erleben wie alle anderen an diesen Orten, aber einfach ohne Kleidung. Aber laute Musik zu spielen und Feste zu feiern, liegt oft nicht im Interesse der älteren Mitglieder.

Link zur Webseite: ZSONLINE


https://nudismusschweiz.blogspot.com/2026/09/interview-mit-der-studentenzeitung.html

27 September 2026

Nacktbaden Badi Menziken

Nacktbaden und Sauna in Menziken (AG)

Einer der am längsten bestehenden Event fürs Nacktbaden kombiniert mit Sauna. Hier haben Nudisten einen fixen Platz in ihrer Agenda. Der Nudismus hat eine Regelmässigkeit hier in Menziken. Die Angestellten machen einen wirklich guten Job. Überzeugt euch selbst.

Nächster Anlass: Freitag 2. Oktober 2026

Daten für 2026/2027

Daten 2026

02.10.2026

16.10.2026

06.11.2026

20.11.2026

04.12.2026

18.12.2026

Daten 2027

15.01.2027

05.02.2027

19.02.2027

05.03.2027

19.03.2027

09.04.2027

23.04.2027

07.05.2027

Jeweils von 19:00 bis 22:00 Uhr.

Jeden zweiten Freitag im Monat (der 1. und der 3.) kann in der Badi Menziken auch nackt gebadet werden und die ganze Anlage inkl. allen Saunen und Dampfbäder auch nackt genutzt werden. Das Restaurant wird ebenfalls nackt genutzt (Badetuch als Sitzunterlage mitnehmen).

Das Nacktbaden ist ab 19 Uhr bis 22.00 Uhr gestattet. Sogar die Rutsche kann nackt genutzt werden. Das Hallenbad wurde im Jahr 2018 umgebaut (der Saunabereich nicht). Es gibt zwei Saunen (weil im Normalbetrieb eine für Frauen und eine gemischt), die aber an diesem Abend für alle offen stehen.
Das Dampfbad ist toll, denn es produziert wirklich immer guten Dampf. Der Aussenbereich (Frischluft) ist nicht gerade gross aber reicht fürs Abkühlen. Es hat aber drinnen auch ein Kaltwasserbecken (etwas klein).

Eintritt ist CHF 18.00 (Lehrlinge, Studierende, AHV/IV 16.00)

Adresse: Walzistrasse 4, 5737 Menziken
Koordinaten: 47°14'01.3"N 8°11'27.4"E

Link zur Webseite der Gemeinde Menziken: FKK Schwimmen Menziken

20.12.2019 Besuchsbericht / Bilder

Zwei tolle grosse Saunen, zwei Dampfbäder, Aussenbereich zur Abkühlung. Grosses Schwimmbecken, genug Liegestühle zum Ausruhen und eben ein Restaurant, dass wir auch nackt besuchen können. Eine Frau bestätigt, dass die meisten Leute hier vom Nacktstrand "Chollermühli" bei Zug kommen. Früher war dies ein Nudisten-Verein, der diesen Abend veranstaltet hat, bis es die Gemeinde übernommen hat. Auch heute Abend eine gute Auslastung... so ca. 40 Besucher. Ok... schon eher ältere Semester, aber es hatte auch schon viel jüngere als ich hier. Kommt immer darauf an, welche Jahreszeit es ist. FKK macht hier riesen Spass.






Die Wasserfontänen dienen der Wassermassage und der Druck ist genügend, um auch eine gute Wirkung zu erzielen. 


Obwohl vielleicht verboten, macht so einen "Chöpfler" (Kopfsprung) doch immer wieder Spass und dies dann sogar noch nackt.



Highlight ist: Nacktbesuch des Restaurants

Für den Besuch im Restaurant ein Tuch mitbringen und sonst nichts. Ja, der Kaffee oder die Pizza kann nackt genossen werden. Die Auswahl ist genau richtig für einen kurzen Snack.






Die Sauna bei den Herren wurde vor wenigen Jahren renoviert. Jedoch kann man noch die vormalige Einrichtung nutzen. Eine hochgelegene Stange war dazu da, dass man die Beine hochlagern konnten und so mehr Saunisten liegend den Saunagang geniessen konnten. Siehe unten.

Sauna aus guten alten Zeiten, Beine können hoch gelagert werden !

viele Besucher nutzen das Hallenbad für ein "Längenschwimmen" um fit zu bleiben!






Restaurant kann nackt besucht werden (oder auch nicht haha)



Der Aussenbereich sorgt vor allem im Winter für die nötige Abkühlung. Es ist nicht immer klar, ob hier draussen geraucht werden darf. Ab und zu steht da ein Aschenbecher. Mit Rücksicht auf andere Saunisten sollte das kein Problem sein.



In der Umkleide braucht man eine Münze um den eigenen Splint verschliessen zu können.



Link: https://nudismusschweiz.blogspot.com/2022/05/nacktbaden-badi-menziken.html







24 September 2026

Mitternachtssauna / Nacktbaden KSS Schaffhausen

Nacktbaden und Sauna in Schaffhausen

Nächste Veranstaltung: 25.09.2026 "Herbstzauber - Weinlese"

Ganzer Wellnesspark und Ausschwimmkanal exklusiv für Teilnehmer reserviert

Thematische Aufgüsse und Anwendungen
CHF 50.00 inkl. auf das Thema abgestimmter Apéro riche & Getränke, exkl. Eintritt  (Abos, Wertkarten gültig)
20:00 Uhr Eventstart – Begrüssung – Willkommensapéro
20:45 Uhr 1. Aufguss passend zum Thema
21:15 Uhr Eröffnung Buffet – Diverse Häppchen, Speisen & Getränke
22:00 Uhr Hallenbad & Ausschwimmkanal – zur exklusiven und nackten Nutzung offen
24:00 Uhr Anlass Ende

Mehr Infos auf

Mitternachtssauna
Thematische Aufgüsse, Apérohäppchen, Wellnesspark exklusiv für Teilnehmer reserviert

25.09.2026 Mitternachtssauna «Herbstzauber - Weinlese»

Geniessen Sie einen exklusiven Abend im Wellnesspark
Mit thematisch abgestimmten Aufgüssen und Anwendungen
Inkl. Apérohäppchen passend zum Thema, sowie Getränken (1 alkoholisches Getränk inklusive)
Der Abend beginnt um 20 Uhr und endet um Mitternacht

Link zur Webseite: Mitternachtssauna Schaffhausen



11. Januar 25 "Frühlingsfrische Oase"


Bericht vom 1.4.2022
Im KSS Schaffhausen finden regelmässig die Mitternachtssauna mit Nacktschwimmen im grossen Hallen- und Aussenbad statt. Wir waren gestern da. Ca. 40 Teilnehmer geniessen einen tollen Abend unter Saunisten und Nudisten. Das Essen heute Abend rund um das Thema "Kirschenblüten" schmeckt sehr gut und es gibt nicht zu wenig, im Gegenteil. Die Getränke sind ebenfalls im Preis  inbegriffen, Weisswein, Prosecco, Mineral, verschiedene Tees und Orangensaft. Das Team ist sehr freundlich und hilfsbereit. Die Aufgüsse werden in der grossen Blocksauna zelebriert und dies immer passend zum Thema. Das Nutzen des Hallenbads ist ein Highlight. Die interessante Rutsche und der Aussenbereich können ebenfalls nackt genutzt werden. Insgesamt stehen 4 Saunen (Blockhütte, Bio-Sauna, finnische Sauna, Fass-Sauna) zur Verfügung und dazu noch ein Dampfbad.

Nacktschwimmen im Hallenbad / https://www.instagram.com/swiss.nudist/



https://www.instagram.com/swiss.nudist/

https://www.instagram.com/swiss.nudist/

https://www.instagram.com/swiss.nudist/

einfach super, nackt die Rutsche nutzen / https://www.instagram.com/swiss.nudist/




in der Fasssauna / https://www.instagram.com/swiss.nudist/

Aufguss in der Fasssauna / https://www.instagram.com/swiss.nudist/


https://nudismusschweiz.blogspot.com/2022/04/mitternachtssauna-kss-schaffhausen.html




22 September 2026

XXL im Aquabasilea mit Nacktbaden

Nächster Termin: Samstag, 31.10.26 ab 16 Uhr.

Die Nächste Aquabasilea XXL Night in Basel steht an, Saunieren und Nacktbaden zugleich. 😁 Die Aufgüsse 🥵 sind der Hammer!👍Ein Highlight für Nudisten, für den Nudismus.

Saunieren und Nacktbaden in der Schweiz! FKK in der Schweiz




XXL Saunanacht „Oriental Night"  am Samstag, 26. September

Eine Nacht wie aus 1001 Nacht – voller Wärme, exotischer Düfte und orientalischer Wohlfühlmomente! 🕌✨
Tauche ein in die faszinierende Welt des Orients und lass dich von betörenden Düften und stimmungsvollen Klängen verzaubern. 🧖‍♀️🌙

Ab 16 Uhr heißt es: Willkommen im Orient!
🕌 Aufgüsse mit orientalischem Flair
🪔 Exotische Düfte & sinnliche Klänge
💃 Faszinierende Bauchtanz-Show
🧆 Orientalische Köstlichkeiten
🍸 Erfrischende Drinks an unserer Bar
🐪 Exklusives Nacktschwimmen ab 20.00 Uhr

Freue dich auf ein außergewöhnliches Sauna-Erlebnis wie aus 1001 Nacht – das sich für einen Abend in eine zauberhafte Welt entführt. ✨🌙

In der beliebten XXL Saunanacht finden 16 Aufgüsse von 18 bis 23 Uhr statt! Freu euch auf fruchtige und wohltuende Düfte, reinigende Peelings, Ruhe und teilweise musikalische Begleitung. Ein ganz besonderes Highlight an der XXL Nacht: Ab 20 Uhr ist das gesamte Bad für FKK Freunde geöffnet! So macht FKK Spass in der Schweiz. Nacktbaden in der Schweiz wird immer beliebter, das zeigen die Besucherzahlen im Aquabasilea. Hier kommen Nudisten auf ihre Rechnung. Der Nudismus hat einen festen Platz im Monatskalender.

Dieser Anlass findet jeden letzten Samstag im Monat statt.

Ab 20.00 Uhr ist wie gewohnt FKK Baden 🏊 in der Badewelt angesagt.
An diesem Abend bleibt die Saunalandschaft extra lange bis Mitternacht geöffnet.
Die Saunanacht Highlights:
👉Beginn 18.00 Uhr – Ende 00.00 Uhr
👉Begrüßungsgetränk im Saunarestaurant
👉Spannende Aufgüsse mit passender Musik
👉Kulinarische Specials & Themencocktails
👉Thematisch in Szene gesetzter Saunabereich
👉Ab 20 Uhr FKK-Baden in der Badewelt

Mehr Infos: Aquabasilea Events

Parkplätze hat es genug. Aussenplätze wie auch Plätze im Parkhaus (alle gebührenpflichtig). Parkticket in der Umkleide vorentwerten und am Automaten nur noch CHF 3.50 zahlen.














Event Sauna

Rutschbahnen im Innenbereich



Feedback von vergangenen XXL Anlässen:
- Gemischtes Publikum, seit Bestehen kommen immer wieder alle Generationen an diesen Anlass, es kommen auch immer ganze Gruppen, auch Frauengruppen, was ein positives Signal ist.
- die Anlage wurde über die Jahre immer mal wieder umgebaut und entspricht heute einem sehr guten Niveau, vor allem die Event Sauna ist schon ein Highlight
- der Anlass hat nichts mit Erholung und "Ruhe in der Sauna" zu tun. Ok, es gibt schon Saunen an diesem Anlass wo eher das Wellnessen im Vordergrund steht. Aber sonst ist der Anlass eine grosse Party mit Sauna und Nacktbaden
- die Besucherzahlen sind über die Jahre stetig gestiegen und ab und zu stösst der Anlass an seine Grenzen


Die 65'795m² grosse Gesamtüberbauung auf dem Henkel-Areal in Pratteln hat der Schweizer Architekt Justus Dahinden entworfen. Dahinden war einer der wichtigsten Vertreter der Schweizer Nachkriegsarchitektur. 2007 begann er mit dem Bauplan für eines der grössten Bauvorhaben im Kanton Basel-Landschaft.

Die Gestaltung des Erlebnisbades griff jedoch auf den Zürcher Architekten Hans Tännler zurück, der zur Teilnahme am Projektwettbewerb für Aquabasilea eingeladen wurde und gewann. Er designte auf 13'000 Quadratmetern die grösste und vielfältigste Schweizer Wasserwelt. Ziel der Gestaltung des Grundrisses war die Form der Schweizer Landkarte samt dem Kreuz der Landesfahne, wodurch sich schlussendlich verschiedene Dachschrägen und ungleiche Grundlängen entwickelten.

Im Projekt «Aquabasilea» waren 30 Planungsbüros, 250 Firmen, 2500 Bauarbeiter beteiligt. Mit einer Fläche von 13'000m² ist es der grösste Wasserpark der Schweiz. Neben der Wasserwelt umfasste das Projekt auch noch einen zehngeschossigen Büroturm, ein Hotel der Viersternkategorie sowie Büro-, Verkaufs- und Lagerflächen mit 700 Parkplätzen. 4000 Tonnen Stahl, 7000 Quadratmeter Naturstein, 36'000 Kubikmeter Beton, 15 Kilometer Wasserleitungen, 250 Pumpen und 650 Kilometer Elektroleitung wurden verbaut. Dafür waren Investitionen von rund 230 Millionen Franken erforderlich. Die Hälfte davon flossen in das Erlebnisbad und die Wellnessanlage.

Innenbereich

Wellenbad
Verzascatal-Bergbach: Ein 140 Meter langer Wildwasserbach, der mit einer Strömung von max. 20 km/h ausgelegt ist.
Turbotube: Die Rutsche symbolisiert mit Effekten wie bunten Fischen und blauem Licht das Meer und die Unterwasserwelt. Mit einer Geschwindigkeit von 35 km/h führt sie in das Landebecken.
Burn: Die 144 Meter lange schwarze Röhre beinhaltet verschiedene Lichteffekte und ein transparentes Teilstück.
Rivellazione: Mit den Reifen ermöglicht die 133 Meter lange Wasserrutsche eine Fahrt zu zweit.
Cliffdrop: Mit 16 m ist es die kürzeste Rutsche. Fast senkrecht werden über 8 m Höhenunterschied überwunden.
Family Splash: Die mit 87 Meter längste Rutsche ist eine offene Röhre und mit sanften Kurven ausgebaut.
Extrême: Die schnellste Wasserrutsche, die mit einem steilen Winkel nach unten führt.
Die Wasserfläche im Innenbereich beträgt 1451 m².

Aussenbereich
Wildwasserbach
Kleinkinderbecken
Geheiztes Entspannungsbecken mit Grotte, Whirlpool und Strömungskanal, auch im Winter verwendbar.
Das Kleinkinderbecken und der Wildbach im Aussenbereich können nur saisonal genutzt werden. Die Wasserfläche im Aussenbereich beträgt 709 m².

Sauna
Das Aquabasilea verfügt über insgesamt acht Saunas, welche sich in ihrer Temperatur und Luftfeuchtigkeit unterscheiden. Zum 10-jährigen Jubiläum wurde die Chaletsauna zur Eventsauna umgebaut.


https://nudismusschweiz.blogspot.com/2023/04/xxl-im-aquabasilea.html

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