Strände

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16 Oktober 2026

Interview mit der Studentenzeitung Zürich

22.9.26

Über den BLOG ist die Redaktion der Studentenzeitung Zürich auf mich zugekommen und hat um ein Interview gebeten. Da habe ich natürlich sehr gerne zugesagt. Wir haben ca. 45 Minuten uns über viele Aspekte des Nudismus und Naturismus unterhalten. Die Redaktorin hat am Schluss einige Themen aufgegriffen und in ihr Essay eingearbeitet. Noch 3 - 4 Mal haben wir uns ausgetauscht, um noch Korrekturen anbringen zu können.

Dies das finale Werk.




Freikörper Kult an der Ostsee
                                                                                                                     

«Sexismus hat hier keinen Platz»

Viele seiner Mitarbeitenden wissen um seine etwas ausserordentliche Lebenseinstellung, Roger Nessensohn zeigt sich da offen. Er ist schliesslich Nudist.

Gena Astner (Interview) und Lucie Reisinger (Foto)

16. September 2026

Herr Nessensohn, sie zelebrieren Nacktheit, gerne auch in Gemeinschaft. Die Fronten zwischen Befürworter*innen und Kritiker*innen scheinen oft verhärtet. Wie erleben Sie diese Polarisierung? 

Uns geht es darum, Genuss zu zelebrieren, was manche an Anlässen der Freikörperkultur (FKK) auch gelegentlich zur Schau stellen. Da können aber Reibungsflächen entstehen, weil es oft auch an Verständnis fehlt. Es gibt sehr klare, manchmal unversöhnliche Positionen auf beiden Seiten. Durch das bewusste Zeigen des nackten Körpers prallen diese Welten oft direkt aufeinander. 

In der Sauna ist Nacktheit im öffentlichen Raum nicht nur akzeptiert, sondern weit verbreitet. Wie erklären Sie sich das? 

Das ist in der Tat auffällig. In der Sauna ist es völlig normalisiert, aber sobald man den Raum verlässt, gilt es wieder als tabu. Dieser Widerspruch ist schwer zu erklären, er zeigt aber, dass Nacktheit stark kontextabhängig ist. 

Ein Vorwurf, der FKK-Gänger*innen häufig gemacht wird, lautet «Exhibitionismus». Wo ziehen Sie die Grenze zur FKK? 

Wenn man Exhibitionismus rein als das Zur-Schau-Stellen der eigenen Nacktheit definiert, dann hat ein Mensch, der exhibitionistisch unterwegs ist, oft ein tieferliegendes Bedürfnis, das schnell ins Sexuelle abgleitet. Vielleicht haben diese Personen ein Problem mit ihrer eigenen Nacktheit, können nicht damit umgehen und suchen dann Räume an der Grenze, um sich dort zur Schau zu stellen. Ihre Nacktheit damit anderen aufzudrängen und anzuecken, ist übergriffig. Darin besteht für sie der Reiz. Im Gegensatz dazu ist der Nudismus ein Lebensstil, bei dem man Menschen aufsucht, die ebenfalls nackt sind, ohne sexuellen Hintergedanken. 

Wie würden Sie Ihre Praxis selbst bezeichnen? Ist es Nudismus oder Naturismus? 

Wir bevorzugen den Begriff Nudismus. Es gibt zwar viele naturistische Badeanlagen, wo Alkoholkonsum verboten ist, auch in der Nähe von Städten. Die rein nudistischen Orte sind anders. Der grösste Ort dieser Art ist beispielsweise die Werdinsel. Dort sind wir Anhänger des «kleinen Naturismus», wo man sich gern nackt in der Natur unter Gleichgesinnten tritt. Es geht nicht um eine Ideologie, sondern darum, dass Etiketten und Schubladen-Denken wegfallen. Beim Nudismus spielt die Natur eine weniger grosse Rolle, das Körpergefühl steht im Vordergrund.

Verschwinden durch die Nacktheit also soziale Marker? 

Nicht alle Schubladen fallen weg, aber viele. Am Ende zählt nur noch der Mensch, der vor dir sitzt. Es gibt keine Frisur, keine modischen Marken, keine Autos, an denen man den Status abliest. All diese Auslöser fallen weg. Übrig bleibt der Mensch in seiner reinsten Form. Das führt dazu, dass man einander ganz anders begegnet – sei es dem Vater, der Frau oder einem Fremden. Es ist eine ehrlichere, direktere Begegnung, weil man nichts zu verbergen hat.

Ich will nicht sagen, dass Bekleidung etwas zu verbergen hat, aber wir achten im Alltag extrem auf unser Äusseres. Im Nudismus fällt dieser Druck weg. Kommt man am FKK-Strand auch schneller ins Gespräch? 

Das ist sehr individuell, genau wie an jedem anderen Strand. Ich habe sogar den Eindruck, dass man am FKK-Strand oft schneller wieder in Ruhe gelassen wird. Wenn sich ein Paar nackt am Strand aufhält, signalisiert das oft: «Wir wollen unsere Intimität.» Ein Problem ist, dass aufdringliche Annäherungsversuche am FKK-Strand oft stattfinden, besonders wenn eine Frau allein ist. Das schmerzt uns sehr. Es wundert uns nicht, dass es viele Frauen gibt, die den Zugang zu Vereinen scheuen. Wir haben Fälle, wo Frauen belästigt wurden. Das darf nicht sein. Das ist ein kritischer Punkt. 

Sind Frauen unterrepräsentiert? Wenn ja, was bräuchte es, damit mehr Frauen teilnehmen? 

Es braucht ganz klare Normen und Regeln, die bekannt sind und eingehalten werden. In Ländern wie Deutschland, Frankreich oder England sind die Vereine viel besser organisiert. Dort gibt es klare Verhaltensregeln: Wenn du hierher kommst, ist garantiert, dass dies und jenes nicht passiert. In der Schweiz hinken wir da leider hinterher. Unsere Strukturen sind oft weniger verbindlich. Es gibt Männer, die sich nicht beherrschen können, oder auch junge Leute, die das Konzept falsch verstehen und Probleme machen. Es wird dann schnell zu einer Frage des Alters und der Erziehung. Wir versuchen in unserem Blog, aus dieser verstaubten Ecke herauszukommen und zu zeigen: Es ist möglich, hier gute Erlebnisse zu haben und einfach sich selbst zu sein.

Die Angst, gefilmt zu werden und die Kontrolle über das eigene Bild zu verlieren, ist allgegenwärtig. Wie geht der Nudismus damit um? 

Das ist ein riesiges Problem. Die Konsequenzen, wenn Bilder ohne Einwilligung im Netz landen, sind horrend. Davor haben alle Angst. Zwar ist das Filmen an solchen Orten grundsätzlich verboten und die Distanz zwischen einander, die man einhalten muss, ist gross. Aber man muss unterscheiden zwischen dem versehentlichen Foto und der ab sichtlichen missbräuchlichen Aufnahme. Leider gibt es immer mehr Letzteres. Das zerstört das Vertrauen, das für den Naturismus essenziell ist. Missbrauch und Sexismus haben hier keinen Platz. 

Angesichts der Sexualisierungsgefahr und der Erfahrungen, die Frauen machen: Halten Sie geschlechtergetrennte Bereiche für sinnvoll? 

Ja, absolut. Es gibt Vereine mit Frauenabteilungen. In Bern zum Beispiel gibt es das «Paradiesli». Da wissen die Frauen: Hier sind wir unter uns, hier können wir uns wohlfühlen. Das ist eine richtige und wichtige Entwicklung. Echte Nudisten respektieren, wenn jemand sein Bedürfnis anders lebt. Wer seinen eigenen Willen über andere stellt, hat den Geist des Nudismus nicht verstanden. 

Oft wird der jüngeren Generation nachgesagt, sie sei «verkrampft» im Umgang mit Nacktheit. Teilen Sie diese Einschätzung? 

Ich bin mir nicht sicher, ob man das so pauschal sagen kann. Dass es immer weniger junge Menschen gibt, hängt meiner Meinung nach damit zusammen, dass sich immer mehr Bekleidete – wir nennen sie «Textiler» – in diese Gegenden vorwagen. Das beobachten wir auch in anderen Ländern: Wo zu viele Bekleidete hinzukommen, verliert der Ort seinen Charme für uns. Für uns ist es wichtig, dass der Raum als naturistisch aktiv erhalten wird. Durch dieses Aufeinandertreffen wird Nacktheit auch schnell sexualisiert. Dann entstehen Konflikte und das Vertrauen schwindet. So kommt dann auch der Exhibitionismusvorwurf ins Spiel, obwohl es eigentlich um einen respektvollen Umgang mit der Natur und dem Körper geht. 

Erklären Sie sich damit auch die Überalterung der Community? 

An den Orten, an denen ich mich bewege, spüre ich eine zunehmende Sehnsucht, sich dem Nudismus zu nähern, auch bei jüngeren Leuten. In Deutschland gibt es zum Beispiel Nacktwanderungen, bei denen immer mehr junge Menschen teilnehmen. Auch bei uns sind bestimmte Angebote wie Sauna-Abende oder spezifische Anlässe von geschlossenen Vereinen sehr gut besucht. Das Problem liegt meiner Meinung nach daran, dass viele Vereine elitär sind und ihr Rahmen zu einengend ist: Hinter hohen Mauern, wo strenge, aus der Welt gefallene Regeln herrschen, fühlen sich junge Leute oft nicht wohl. In diesem Alter definiert man sich stark über Gruppenzugehörigkeit und möchte das Gleiche erleben wie alle anderen an diesen Orten, aber einfach ohne Kleidung. Aber laute Musik zu spielen und Feste zu feiern, liegt oft nicht im Interesse der älteren Mitglieder.

Link zur Webseite: ZSONLINE


https://nudismusschweiz.blogspot.com/2026/09/interview-mit-der-studentenzeitung.html

21 September 2026

Die Nacktionalmannschaft

17.9.26

Interessante Protestaktion aus Deutschland. 

Das letzte Spiel fand am 26. September 2026 statt.

„Arschkarte“ für Fifa und Funktionäre

Nackt-Kick gegen den Kommerz in Herne

01.05.2026 · 19:50 Uhr

Statt Shorts und Trikots trugen die mehr als 25 Nackten im Kader nur die mit Farbe aufgepinselten Rückennummern auf dem bloßen Rücken - und klare Protestbotschaften. Noch vor Anpfiff der Partie gegen die bekleideten Gegner - ebenfalls engagierte Laienkicker aus dem Ruhrpott - hatten die Nackten sich markige Slogans gegen den Weltverband FIFA und die anstehende Fußballweltmeisterschaft auf den Rücken malen lassen.



Spieler begrüssen ihre Fans! Nackt natürlich.




Nacktionalmannschaft spielte in Duisburg: Duell auf Asche gegen die Pottoriginale
Duisburg. Der Nacktfußball ist zurück in Duisburg. Austragungsort war das Revierparkstadion am Mattlerbusch.


„Arschkarte“ für FIFA und Funktionäre

Denn: „Die Nacktionalmannschaft ist auch eine Kunstaktion, ein Protest gegen den Kommerz im Fußball“, sagt der Initiator und Erfinder der hüllenlosen Mannschaft, Gerrit Starczewski. Es gehe dieses Mal um eine Auseinandersetzung mit der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA und den Machtstrukturen rund um das Turnier. Einer FIFA, die einem US-Präsidenten Trump einen Friedenspreis überreiche, wolle man damit „einfach mal die Arschkarte zeigen“, erklärte Starczewski. „Da geht es doch nicht mehr um Fußball, sondern nur noch um Geld“, so seine Kritik.

Nackt vor Rekordkulisse: 2700 Tickets verkauft

Vor elf Jahren hatte Starczewski erstmals eine nackte Mannschaft zusammengetrommelt, seither findet das hüllenlose Spektakel regelmäßig und möglichst zweimal im Jahr statt. Zuvor hatte der Fotograf und Künstler bereits auf Musikfestivals mit Gruppenfotos voll nackter Menschen Zeichen gegen falsche Schönheitsideale und Konsum setzen wollen. „Das wollte ich irgendwie mit meiner Fußballleidenschaft verbinden“, erklärt der 39-jährige Fan des VfL Bochum, wie es zur Idee der nackten Fußballer kam.

Instagram Konto: Nacktionalmannschaft

Die Nacktionalmannschaft gegen die PottOriginale All Stars… und gemeinsam gegen die FIFA und die QATAR WM!

Auf  der  Hagenbecker  Bahn  der  Ballfreunde  Bergeborbeck  in  Essen  spielte  die Nacktionalmannschaft   gegen   die   PottOriginale   All   Stars.   Wir   Ruhrgesichter wurden  Zeuge  von  allem,  was  guten  Fußball  ausmacht:  Großer  Sport,  Kampf, Fairness,    rassige    Zweikämpfe,    Freundschaft,    Bratwurstbratkunst,    trinkfeste Geselligkeit,   Respekt.   Nicht   dabei   waren   das   große   Geld,   der   Kölner   Keller (obwohl  gelegentlich  der  Videobeweis  gefordert  wurde,  allerdings  hätte  auf  dem Video  so  viel  verpixelt  werden  müssen,  dass  der  Ball  nicht  mehr  zu  sehen gewesen  wäre),  Korruption,  Starallüren.  Auch  die  Menschenrechte  wurden  nur ganz selten verletzt und wenn, dann im Kampf um den Ball ;). Während  in  Qatar  für  das  niedere  Fußballvolk  striktes  Alkoholverbot  gilt  (außer für   die   Bessermenschen   in   den   Logen,   die   dürfen   sich   von   Allah   und   der Herrscherfamilie  ungesehen  die  Hucke  volllaufen  lassen),  war  davon  in  Essen keine  Spur.  Tatsächlich  wurde  auch  im  Gegensatz  zu  den  mit  Blut  gebauten  WM Stadien   in   Qatar   der   Fußballtempel   der   Ballfreunde   Bergeborbeck   nicht aufwändig   künstlich   heruntergekühlt,   er   war   auf   ganz   natürliche   Weise novemberkalt  und  hielt  eine  für  Nacktsport  herausfordernde  Temperatur  von  rund 4°C. Doch es galt: „Das System ist krank – wir ziehen blank.“ Initiator  Gerrit  Starczewski  setzte  mit  dem  Fußballspiel  gemeinsam  mit  seinen Pölern  und  Pölerinnen  ein  klares  Zeichen,  dass  vor  Anpfiff  auch  von  den  Rücken der Kicker ablesbar war.

Angesichts   der   Streits   um   bunte   Kapitänsbinden   bei   der   WM   möchte   der Regelkunde  –  Expertenrat  unserer  Ruhrgesichter  Redaktion  darauf  hinweisen, dass  die  FIFA  Statuten  zwar  politische  Botschaften  auf  der  Kleidung  verbieten, der  BOYCOTT  QATAR  Schriftzug  der  Nacktionalmannschaft  jedoch  regelkonform wäre: Denn es gab ja keine Kleidung…Und  so  war  der  Fußballnachmittag  in  Essen  pünktlich  einen  Tag  vor  der  Eröffnung der  Korruptionsspiele  in  Qatar  eine  gelungene  Kunstaktion,  WM  –  Boykottaufruf und  ein  Zeichen  gegen  die  Kommerzialisierung  des  Fußballs;  eine  aufbegehrende Demonstration,   ein   Mittelfinger   in   Richtung   der   „Fußballbasierten   Infantino Finanz  Agentur“  (FIFA).  Außerdem  gab  es  lecker  Bratwurst,  reichlich  Bier  und einen  schönen  Nachmittag  mit  Ruhrpottkultur.  Denn:  Wo  bitte  sonst  auf  diesem schönen  Erdenrund  sollte  ein  solches  Gekicke  stattfinden,  wenn  nicht  im  Herzen des  Ruhrgebietes.  Wo  sonst  sollten  Kicker  mit  dem  nackten  Arsch  über  Asche rutschen. In München etwa? 

So   wurde   am   Samstagnachmittag   Nacktheit   ein   Symbol   der   Freiheit   gegen Menschenrechtsverletzungen  und  auch  gegen  das  (Nicht-)Verhalten  des  DFB  und der  Profispieler  über  zu  späte,  zu  vorsichtige  Lippenbekenntnisse  hinaus.  Initiator Gerrit: „Meine Spieler zeigen jedenfalls Eier, im Gegensatz zum DFB“. Der  FIFA  die  Arschkarte  gezeigt  hat  nicht  nur  die  Nacktionalmannschaft,  sondern auch  die  PottOriginale  All  Stars  mit  Titan  im  Tor  und  Mohammed  Mohammed,  der tatsächlich  das  gesamte  Gekicke  über  ein  Bier  auf  dem  Kopf  balancierte.  Nur gelegentlich  gab  es  grobe  Bierfouls,  so  dass  der  vorbildliche  Linienrichter  Tanki schnell mit einem Fläschchen zur Hand war, um das Kopfbier wieder aufzufüllen. 

Auf  der  Hagenbecker  Bahn  der  Ballfreunde  Bergeborbeck  in  Essen  spielte  die Nacktionalmannschaft gegen die PottOriginale All Stars. Wir Ruhrgesichter wurden  Zeuge  von  allem,  was  guten  Fußball  ausmacht:  Großer  Sport,  Kampf, Fairness,    rassige    Zweikämpfe,    Freundschaft,    Bratwurstbratkunst,    trinkfeste Geselligkeit,   Respekt.   Nicht   dabei   waren   das   große   Geld,   der   Kölner   Keller (obwohl  gelegentlich  der  Videobeweis  gefordert  wurde,  allerdings  hätte  auf  dem Video  so  viel  verpixelt  werden  müssen,  dass  der  Ball  nicht  mehr  zu  sehen gewesen  wäre),  Korruption,  Starallüren.  Auch  die  Menschenrechte  wurden  nur ganz selten verletzt und wenn, dann im Kampf um den Ball ;). Während  in  Qatar  für  das  niedere  Fußballvolk  striktes  Alkoholverbot  gilt  (außer für   die   Bessermenschen   in   den   Logen,   die   dürfen   sich   von   Allah   und   der Herrscherfamilie  ungesehen  die  Hucke  volllaufen  lassen),  war  davon  in  Essen keine  Spur.  Tatsächlich  wurde  auch  im  Gegensatz  zu  den  mit  Blut  gebauten  WM Stadien   in   Qatar   der   Fußballtempel   der   Ballfreunde   Bergeborbeck   nicht aufwändig   künstlich   heruntergekühlt,   er   war   auf   ganz   natürliche   Weise novemberkalt  und  hielt  eine  für  Nacktsport  herausfordernde  Temperatur  von  rund 4°C. Doch es galt: „Das System ist krank – wir ziehen blank.“ Initiator  Gerrit  Starczewski  setzte  mit  dem  Fußballspiel  gemeinsam  mit  seinen Pölern  und  Pölerinnen  ein  klares  Zeichen,  dass  vor  Anpfiff  auch  von  den  Rücken der Kicker ablesbar war: FUCK YOU FIFA. BOYCOTT QATAR. Angesichts   der   Streits   um   bunte   Kapitänsbinden   bei   der   WM   möchte   der Regelkunde  –  Expertenrat  unserer  Ruhrgesichter  Redaktion  darauf  hinweisen, dass  die  FIFA  Statuten  zwar  politische  Botschaften  auf  der  Kleidung  verbieten, der  BOYCOTT  QATAR  Schriftzug  der  Nacktionalmannschaft  jedoch  regelkonform wäre: Denn es gab ja keine Kleidung…Und  so  war  der  Fußballnachmittag  in  Essen  pünktlich  einen  Tag  vor  der  Eröffnung der  Korruptionsspiele  in  Qatar  eine  gelungene  Kunstaktion,  WM  –  Boykottaufruf und  ein  Zeichen  gegen  die  Kommerzialisierung  des  Fußballs;  eine  aufbegehrende Demonstration,   ein   Mittelfinger   in   Richtung   der   „Fußballbasierten   Infantino Finanz  Agentur“  (FIFA).  Außerdem  gab  es  lecker  Bratwurst,  reichlich  Bier  und einen  schönen  Nachmittag  mit  Ruhrpottkultur.  Denn:  Wo  bitte  sonst  auf  diesem schönen  Erdenrund  sollte  ein  solches  Gekicke  stattfinden,  wenn  nicht  im  Herzen des  Ruhrgebietes.  Wo  sonst  sollten  Kicker  mit  dem  nackten  Arsch  über  Asche rutschen. In München etwa? So   wurde   am   Samstagnachmittag   Nacktheit   ein   Symbol   der   Freiheit   gegen Menschenrechtsverletzungen  und  auch  gegen  das  (Nicht-)Verhalten  des  DFB  und der  Profispieler  über  zu  späte,  zu  vorsichtige  Lippenbekenntnisse  hinaus.  Initiator Gerrit: „Meine Spieler zeigen jedenfalls Eier, im Gegensatz zum DFB“. Der  FIFA  die  Arschkarte  gezeigt  hat  nicht  nur  die  Nacktionalmannschaft,  sondern auch  die  PottOriginale  All  Stars  mit  Titan  im  Tor  und  Mohammed  Mohammed,  der tatsächlich  das  gesamte  Gekicke  über  ein  Bier  auf  dem  Kopf  balancierte.  Nur gelegentlich  gab  es  grobe  Bierfouls,  so  dass  der  vorbildliche  Linienrichter  Tanki schnell mit einem Fläschchen zur Hand war, um das Kopfbier wieder aufzufüllen. VfL    Jesus    musste    leider    krankheitsbedingt    daheim    bleiben,    eine    herbe Schwächung  für  die  All  Stars,  Spieler  für  die  Position  hängende  Spitze  gab  es aber  auch  so  genug,  auch  wenn  die  Temperaturen  auch  hier  Tribut  gefordert haben  dürften.  BA  und  Schalke  Lennart  hatten  ihre  Teams  top  vorbereitet  und schrien  ihre  Kloppertruppen  von  der  Seitenlinie  nach  vorn  und  am  Spielfeldrand ließ  Glockenhorst  die  Glocken  läuten.  Kurz:  Fußballkultur  vom  Allerfeinsten,  auch die  Kicker  mit  Raucherlunge  gaben  alles  und  der  Schiedsrichter  wurde  zum „Collina  vonne  Hagenbecker  Bahn“.  Grundsätzlich  galt  die  Regel:  Eingewechselt wird erst, wenn der Einwechselspieler aufgeraucht hat.

Gegen  die  Kälte  half  zwischenzeitlich  Gulaschsuppe  aus  der  Dose.  Auf‘m  Platz. Und  die  nächste  isotonische  Biererfrischung  war  auch  für  die  Schnapper  nie  weit entfernt. An  Gerrit  und  die  bekleideten  und  nackerten  Damen  &  Herren  auf  und  neben dem     Platz:     Unseren     größten     Respekt     habt     Ihr     Euch     mit     dieser erinnerungswürdigen  Aktion  redlich  verdient.  Herzlichen  Dank  dafür.  Wer  braucht da noch korruptes Wüstengekicke?  Dennoch   gab   es   -wie   das   beim   modernen   Fußball   üblich   ist-   auch   auf   der Hagenbecker  Bahn  unschöne  Szenen.  So  musste  zur  Erheiterung  aller  das  Spiel kurzzeitig  unterbrochen  werden,  da  Gockenhorst  mit  seinem  Rolli  als  Flitzer  den Platz  überquerte,  BA  &  Schalke  Lennart  lieferten  sich  hitzige  Wortduelle  an  der Seitenlinie und zwischenzeitlich wurde die Eckfahne entführt ;). Ach ja: Ein Ergebnis gab es auch. Interessierte nur niemanden.



Beitrag WDR

















Beitrag NTV: Link zu NTV

Webseite der Nacktionalmannschaft

Aussschnitt aus der Süddeutschen Zeitung

Oer-Erkenschwick

Protestaktion: Nackte Fußballer in Oer-Erkenschwick

Aus Protest gegen die aus ihrer Sicht zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs treten am Sonntag (14.00 Uhr) in Oer-Erkenschwick zwei Mannschaften nackt...

Oer-Erkenschwick (dpa) - Aus Protest gegen die aus ihrer Sicht zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs treten am Sonntag (14.00 Uhr) in Oer-Erkenschwick zwei Mannschaften nackt gegeneinander an. Organisator der Partie im Stimberg-Stadion am nördlichen Rand des Ruhrgebiets ist der Künstler Gerrit Starczewski, der jeden Teilnehmer im Anschluss per Urkunde zum offiziellen Nacktionalspieler ernennen will. „Mit meinen Nackt-Aktionen will ich außerdem ein Zeichen für Vielfalt und Natürlichkeit und gegen die Abhängigkeit und Beeinflussung sozialer Medien und falscher Schönheitsideale setzen“, sagt der 34-Jährige. „Das System Fußball ist krank, darum ziehen wir alle blank.“


Die nackten Körper sollen aus Sicht von Starczewski für Natürlichkeit und Authentizität stehen - und damit für Eigenschaften, die nicht auf den modernen Fußball zuträfen. Bislang haben sich 20 Interessierte bei Starczewski für das Spiel angemeldet. Er warnt die Teilnehmer bereits jetzt davor, beim Torjubel ein Trikot anzuziehen. Dies würde sofort mit einem Platzverweis geahndet, erzählt er scherzhaft. Zuschauer dürfen aufgrund der Corona-Situation nicht kommen.

Artikel in der SZ

















https://nudismusschweiz.blogspot.com/2026/09/die-nacktionalmannschaft.html

18 September 2026

Sport Clubs verdienen Geld mit Nacktkalender

Warwick Rowers / Worldwide Roar



Die Warwick Rowers (heute bekannt als Worldwide Roar und weiterentwickelt zu Barefoot Man) sind ein weltbekanntes Projekt für nackte Sportlerkalender und sozialen Wandel. 

Die wichtigsten Fakten und Hintergründe:

Ursprung: Das Projekt wurde im Jahr 2009 von dem LGBT-Aktivisten Angus Malcolm und Ruderern der University of Warwick in England ins Leben gerufen. 

Ziel und Mission: Ursprünglich wollten sie mit den freizügigen Kalendern Geld für das heimische Ruderteam sammeln und ein Zeichen gegen Homophobie im Sport setzen. Inzwischen geht es um eine gesündere Männlichkeit, Gleichberechtigung, mentale Gesundheit und Inklusion. Der Name im Wandel: Nach zehn Jahren als Warwick Rowers benannte sich das Projekt 2019/2020 in Worldwide Roar um, um Sportler weltweit und aus verschiedenen Disziplinen einzubeziehen. Inzwischen nutzt das Projekt auch den Namen Barefoot Man, um das Konzept der nackten Solidarität weiterzuentwickeln. 

Wohltätigkeit: Alle Einnahmen aus dem Verkauf der Kalender fließen in die britische Registrierte Wohltätigkeitsorganisation Sport Allies, die sich für Vielfalt und gegen Ausgrenzung im Sport starkmacht. 

Diversität: Machen beziehungsweise machten beim Kalender anfangs vor allem heterosexuelle Ruderer mit, öffnete sich das Projekt über die Jahre stark für queere Athleten, Sportler anderer Disziplinen und diverse Körperformen. 

Rezeption: Der Kalender gewann mehrfach Auszeichnungen im Vereinigten Königreich, erfuhr jedoch wegen der Freizügigkeit auch Zensur (wie ein Verbot in Russland)

Aktuelle Webseite: Webseite Barefootman



























Beitrag auf YouTube: 



Rugby Helps Our Heroes


Rugby Helps Our Heroes ist eine Spendeninitiative, die Kalender- und Filmprojekte umfasst, bei denen Rugbyspieler sich für wohltätige Zwecke ausziehen.
Überblick & Projekte: Das Spendenmodell wurde 2010 ins Leben gerufen, um Militärhilfsorganisationen wie Help for Heroes zu unterstützen. Mittlerweile können teilnehmende Spieler und Teams selbst entscheiden, welche Wohltätigkeitsorganisationen sie unterstützen und die Gewinne zu gleichen Teilen mit ihnen teilen. Ablauf: Ehrenamtliche und Unterstützer arbeiten unentgeltlich. Die Crowdfunding-Kampagnen decken ausschließlich Druck- und Produktionskosten, sodass die Spenden den Wohltätigkeitsorganisationen zugutekommen. Offizielle Website: Erfahren Sie mehr über den Hintergrund des Projekts und die unterstützten Organisationen direkt auf der Seite „Über uns“ von Rugby Helps Our Heroes: Link zur Webseite

Bild für den Kalender 2027!




Im Jahr 2026 macht dieser Verein auch mit und hat einen Kalender produziert:






auch einen Kalender Film wird im 2026 angeboten




Aufnahme für den Kalender 2026




für den Kalender 2026


Film "Making" Kalender 2012 von LAD: Kalender 2012
Unzensierter Film!

Kalenderaufnahme 2026


Kalenderaufnahme 2026

Frühlingsputz im Clubhaus

Frühlingsputz im Clubhaus















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Rugby Helps Our Heroes
@SHURugby1








https://nudismusschweiz.blogspot.com/2026/09/sport-clubs-verdienen-geld-mit.html

Nacktbaden und Sauna in Bad Schinznach

Ein regelmässiger Anlass für Nudisten! FKK im Bad Schinznach Jeden letzten Freitag im Monat findet der Event "Zauberwelten" im Bad...

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