Strände

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28 September 2026

Interview mit der Studentenzeitung Zürich

22.9.26

Über den BLOG ist die Redaktion der Studentenzeitung Zürich auf mich zugekommen und hat um ein Interview gebeten. Da habe ich natürlich sehr gerne zugesagt. Wir haben ca. 45 Minuten uns über viele Aspekte des Nudismus und Naturismus unterhalten. Die Redaktorin hat am Schluss einige Themen aufgegriffen und in ihr Essay eingearbeitet. Noch 3 - 4 Mal haben wir uns ausgetauscht, um noch Korrekturen anbringen zu können.

Dies das finale Werk.




Freikörper Kult an der Ostsee
                                                                                                                     

«Sexismus hat hier keinen Platz»

Viele seiner Mitarbeitenden wissen um seine etwas ausserordentliche Lebenseinstellung, Roger Nessensohn zeigt sich da offen. Er ist schliesslich Nudist.

Gena Astner (Interview) und Lucie Reisinger (Foto)

16. September 2026

Herr Nessensohn, sie zelebrieren Nacktheit, gerne auch in Gemeinschaft. Die Fronten zwischen Befürworter*innen und Kritiker*innen scheinen oft verhärtet. Wie erleben Sie diese Polarisierung? 

Uns geht es darum, Genuss zu zelebrieren, was manche an Anlässen der Freikörperkultur (FKK) auch gelegentlich zur Schau stellen. Da können aber Reibungsflächen entstehen, weil es oft auch an Verständnis fehlt. Es gibt sehr klare, manchmal unversöhnliche Positionen auf beiden Seiten. Durch das bewusste Zeigen des nackten Körpers prallen diese Welten oft direkt aufeinander. 

In der Sauna ist Nacktheit im öffentlichen Raum nicht nur akzeptiert, sondern weit verbreitet. Wie erklären Sie sich das? 

Das ist in der Tat auffällig. In der Sauna ist es völlig normalisiert, aber sobald man den Raum verlässt, gilt es wieder als tabu. Dieser Widerspruch ist schwer zu erklären, er zeigt aber, dass Nacktheit stark kontextabhängig ist. 

Ein Vorwurf, der FKK-Gänger*innen häufig gemacht wird, lautet «Exhibitionismus». Wo ziehen Sie die Grenze zur FKK? 

Wenn man Exhibitionismus rein als das Zur-Schau-Stellen der eigenen Nacktheit definiert, dann hat ein Mensch, der exhibitionistisch unterwegs ist, oft ein tieferliegendes Bedürfnis, das schnell ins Sexuelle abgleitet. Vielleicht haben diese Personen ein Problem mit ihrer eigenen Nacktheit, können nicht damit umgehen und suchen dann Räume an der Grenze, um sich dort zur Schau zu stellen. Ihre Nacktheit damit anderen aufzudrängen und anzuecken, ist übergriffig. Darin besteht für sie der Reiz. Im Gegensatz dazu ist der Nudismus ein Lebensstil, bei dem man Menschen aufsucht, die ebenfalls nackt sind, ohne sexuellen Hintergedanken. 

Wie würden Sie Ihre Praxis selbst bezeichnen? Ist es Nudismus oder Naturismus? 

Wir bevorzugen den Begriff Nudismus. Es gibt zwar viele naturistische Badeanlagen, wo Alkoholkonsum verboten ist, auch in der Nähe von Städten. Die rein nudistischen Orte sind anders. Der grösste Ort dieser Art ist beispielsweise die Werdinsel. Dort sind wir Anhänger des «kleinen Naturismus», wo man sich gern nackt in der Natur unter Gleichgesinnten tritt. Es geht nicht um eine Ideologie, sondern darum, dass Etiketten und Schubladen-Denken wegfallen. Beim Nudismus spielt die Natur eine weniger grosse Rolle, das Körpergefühl steht im Vordergrund.

Verschwinden durch die Nacktheit also soziale Marker? 

Nicht alle Schubladen fallen weg, aber viele. Am Ende zählt nur noch der Mensch, der vor dir sitzt. Es gibt keine Frisur, keine modischen Marken, keine Autos, an denen man den Status abliest. All diese Auslöser fallen weg. Übrig bleibt der Mensch in seiner reinsten Form. Das führt dazu, dass man einander ganz anders begegnet – sei es dem Vater, der Frau oder einem Fremden. Es ist eine ehrlichere, direktere Begegnung, weil man nichts zu verbergen hat.

Ich will nicht sagen, dass Bekleidung etwas zu verbergen hat, aber wir achten im Alltag extrem auf unser Äusseres. Im Nudismus fällt dieser Druck weg. Kommt man am FKK-Strand auch schneller ins Gespräch? 

Das ist sehr individuell, genau wie an jedem anderen Strand. Ich habe sogar den Eindruck, dass man am FKK-Strand oft schneller wieder in Ruhe gelassen wird. Wenn sich ein Paar nackt am Strand aufhält, signalisiert das oft: «Wir wollen unsere Intimität.» Ein Problem ist, dass aufdringliche Annäherungsversuche am FKK-Strand oft stattfinden, besonders wenn eine Frau allein ist. Das schmerzt uns sehr. Es wundert uns nicht, dass es viele Frauen gibt, die den Zugang zu Vereinen scheuen. Wir haben Fälle, wo Frauen belästigt wurden. Das darf nicht sein. Das ist ein kritischer Punkt. 

Sind Frauen unterrepräsentiert? Wenn ja, was bräuchte es, damit mehr Frauen teilnehmen? 

Es braucht ganz klare Normen und Regeln, die bekannt sind und eingehalten werden. In Ländern wie Deutschland, Frankreich oder England sind die Vereine viel besser organisiert. Dort gibt es klare Verhaltensregeln: Wenn du hierher kommst, ist garantiert, dass dies und jenes nicht passiert. In der Schweiz hinken wir da leider hinterher. Unsere Strukturen sind oft weniger verbindlich. Es gibt Männer, die sich nicht beherrschen können, oder auch junge Leute, die das Konzept falsch verstehen und Probleme machen. Es wird dann schnell zu einer Frage des Alters und der Erziehung. Wir versuchen in unserem Blog, aus dieser verstaubten Ecke herauszukommen und zu zeigen: Es ist möglich, hier gute Erlebnisse zu haben und einfach sich selbst zu sein.

Die Angst, gefilmt zu werden und die Kontrolle über das eigene Bild zu verlieren, ist allgegenwärtig. Wie geht der Nudismus damit um? 

Das ist ein riesiges Problem. Die Konsequenzen, wenn Bilder ohne Einwilligung im Netz landen, sind horrend. Davor haben alle Angst. Zwar ist das Filmen an solchen Orten grundsätzlich verboten und die Distanz zwischen einander, die man einhalten muss, ist gross. Aber man muss unterscheiden zwischen dem versehentlichen Foto und der ab sichtlichen missbräuchlichen Aufnahme. Leider gibt es immer mehr Letzteres. Das zerstört das Vertrauen, das für den Naturismus essenziell ist. Missbrauch und Sexismus haben hier keinen Platz. 

Angesichts der Sexualisierungsgefahr und der Erfahrungen, die Frauen machen: Halten Sie geschlechtergetrennte Bereiche für sinnvoll? 

Ja, absolut. Es gibt Vereine mit Frauenabteilungen. In Bern zum Beispiel gibt es das «Paradiesli». Da wissen die Frauen: Hier sind wir unter uns, hier können wir uns wohlfühlen. Das ist eine richtige und wichtige Entwicklung. Echte Nudisten respektieren, wenn jemand sein Bedürfnis anders lebt. Wer seinen eigenen Willen über andere stellt, hat den Geist des Nudismus nicht verstanden. 

Oft wird der jüngeren Generation nachgesagt, sie sei «verkrampft» im Umgang mit Nacktheit. Teilen Sie diese Einschätzung? 

Ich bin mir nicht sicher, ob man das so pauschal sagen kann. Dass es immer weniger junge Menschen gibt, hängt meiner Meinung nach damit zusammen, dass sich immer mehr Bekleidete – wir nennen sie «Textiler» – in diese Gegenden vorwagen. Das beobachten wir auch in anderen Ländern: Wo zu viele Bekleidete hinzukommen, verliert der Ort seinen Charme für uns. Für uns ist es wichtig, dass der Raum als naturistisch aktiv erhalten wird. Durch dieses Aufeinandertreffen wird Nacktheit auch schnell sexualisiert. Dann entstehen Konflikte und das Vertrauen schwindet. So kommt dann auch der Exhibitionismusvorwurf ins Spiel, obwohl es eigentlich um einen respektvollen Umgang mit der Natur und dem Körper geht. 

Erklären Sie sich damit auch die Überalterung der Community? 

An den Orten, an denen ich mich bewege, spüre ich eine zunehmende Sehnsucht, sich dem Nudismus zu nähern, auch bei jüngeren Leuten. In Deutschland gibt es zum Beispiel Nacktwanderungen, bei denen immer mehr junge Menschen teilnehmen. Auch bei uns sind bestimmte Angebote wie Sauna-Abende oder spezifische Anlässe von geschlossenen Vereinen sehr gut besucht. Das Problem liegt meiner Meinung nach daran, dass viele Vereine elitär sind und ihr Rahmen zu einengend ist: Hinter hohen Mauern, wo strenge, aus der Welt gefallene Regeln herrschen, fühlen sich junge Leute oft nicht wohl. In diesem Alter definiert man sich stark über Gruppenzugehörigkeit und möchte das Gleiche erleben wie alle anderen an diesen Orten, aber einfach ohne Kleidung. Aber laute Musik zu spielen und Feste zu feiern, liegt oft nicht im Interesse der älteren Mitglieder.

Link zur Webseite: ZSONLINE


https://nudismusschweiz.blogspot.com/2026/09/interview-mit-der-studentenzeitung.html

18 September 2026

Sport Clubs verdienen Geld mit Nacktkalender

Warwick Rowers / Worldwide Roar



Die Warwick Rowers (heute bekannt als Worldwide Roar und weiterentwickelt zu Barefoot Man) sind ein weltbekanntes Projekt für nackte Sportlerkalender und sozialen Wandel. 

Die wichtigsten Fakten und Hintergründe:

Ursprung: Das Projekt wurde im Jahr 2009 von dem LGBT-Aktivisten Angus Malcolm und Ruderern der University of Warwick in England ins Leben gerufen. 

Ziel und Mission: Ursprünglich wollten sie mit den freizügigen Kalendern Geld für das heimische Ruderteam sammeln und ein Zeichen gegen Homophobie im Sport setzen. Inzwischen geht es um eine gesündere Männlichkeit, Gleichberechtigung, mentale Gesundheit und Inklusion. Der Name im Wandel: Nach zehn Jahren als Warwick Rowers benannte sich das Projekt 2019/2020 in Worldwide Roar um, um Sportler weltweit und aus verschiedenen Disziplinen einzubeziehen. Inzwischen nutzt das Projekt auch den Namen Barefoot Man, um das Konzept der nackten Solidarität weiterzuentwickeln. 

Wohltätigkeit: Alle Einnahmen aus dem Verkauf der Kalender fließen in die britische Registrierte Wohltätigkeitsorganisation Sport Allies, die sich für Vielfalt und gegen Ausgrenzung im Sport starkmacht. 

Diversität: Machen beziehungsweise machten beim Kalender anfangs vor allem heterosexuelle Ruderer mit, öffnete sich das Projekt über die Jahre stark für queere Athleten, Sportler anderer Disziplinen und diverse Körperformen. 

Rezeption: Der Kalender gewann mehrfach Auszeichnungen im Vereinigten Königreich, erfuhr jedoch wegen der Freizügigkeit auch Zensur (wie ein Verbot in Russland)

Aktuelle Webseite: Webseite Barefootman


















Beitrag auf YouTube: 



Rugby Helps Our Heroes


Rugby Helps Our Heroes ist eine Spendeninitiative, die Kalender- und Filmprojekte umfasst, bei denen Rugbyspieler sich für wohltätige Zwecke ausziehen.
Überblick & Projekte: Das Spendenmodell wurde 2010 ins Leben gerufen, um Militärhilfsorganisationen wie Help for Heroes zu unterstützen. Mittlerweile können teilnehmende Spieler und Teams selbst entscheiden, welche Wohltätigkeitsorganisationen sie unterstützen und die Gewinne zu gleichen Teilen mit ihnen teilen. Ablauf: Ehrenamtliche und Unterstützer arbeiten unentgeltlich. Die Crowdfunding-Kampagnen decken ausschließlich Druck- und Produktionskosten, sodass die Spenden den Wohltätigkeitsorganisationen zugutekommen. Offizielle Website: Erfahren Sie mehr über den Hintergrund des Projekts und die unterstützten Organisationen direkt auf der Seite „Über uns“ von Rugby Helps Our Heroes: Link zur Webseite

Im Jahr 2026 macht dieser Verein auch mit und hat einen Kalender produziert:






auch einen Kalender Film wird im 2026 angeboten




Aufnahme für den Kalender 2026




für den Kalender 2026


Film "Making" Kalender 2012 von LAD: Kalender 2012
Unzensierter Film!

Kalenderaufnahme 2026


Kalenderaufnahme 2026

Frühlingsputz im Clubhaus

Frühlingsputz im Clubhaus















Auf X (Twitter)
Rugby Helps Our Heroes
@SHURugby1








https://nudismusschweiz.blogspot.com/2026/09/sport-clubs-verdienen-geld-mit.html

16 September 2026

Sport Teams / Sportler ziehen blank

15.9.26

Die Schauspielerin Sydney Sweeney macht eine etwas unkonventionelle Werbung für die Firma Novig und erntet von den weiblichen Sportlern einen "Shitstorm". 





26.8.26

Sportverein sammelt Geld für einen wohltätigen Zweck!

Schon im Jahr 2001 hatten sie diese Idee.

https://shurugbyshop.co.uk/shop/ws-/products/2001-2007-shu-rugby-calendar-photo-collection

zwei Beispiele aus dem Jahr 2009

https://shurugbyshop.co.uk/

https://shurugbyshop.co.uk/


2.6.26

Eines der vielen Beispiele, wie Sport Teams das Nacktsein in ihre Überlegungen für den Sport oder für den Verein einbringen.

Rugby Player werden für ein Shooting eingeladen, wo es um die Akzeptanz seines besten Stücks geht. 




Zwei Landhockey Spieler




"Born to Lead. Built to Win.", Full frontal famous dutch athletes, Male Model : Erik Verhaar

My Favorite Artist & Photographed by Ewoud Broeksma, Dutch Artist, (1957-2019).



Male Models : Marten Venema and Tjarko Dijkstra, from the Groningen Rugby Team, My Favorite Artist & Photographed by Ewoud Broeksma, Dutch Artist, (1957-2019).



https://nudismusschweiz.blogspot.com/2026/06/sport-teams-ziehen-blank.html

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Feriengrüsse unserer Schweizer Nudisten/-innen Auf Grund der vielen Zuschriften werde ich die Feriengrüsse jeweils in diesem Blog aufführen ...

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