17.9.26
Interessante Protestaktion aus Deutschland.
Im Mai 2026 fand das letzte Spiel statt. Das nächste findet am 26. September 2026 statt.
„Arschkarte“ für Fifa und Funktionäre
Nackt-Kick gegen den Kommerz in Herne
01.05.2026 · 19:50 Uhr
Statt Shorts und Trikots trugen die mehr als 25 Nackten im Kader nur die mit Farbe aufgepinselten Rückennummern auf dem bloßen Rücken - und klare Protestbotschaften. Noch vor Anpfiff der Partie gegen die bekleideten Gegner - ebenfalls engagierte Laienkicker aus dem Ruhrpott - hatten die Nackten sich markige Slogans gegen den Weltverband FIFA und die anstehende Fußballweltmeisterschaft auf den Rücken malen lassen.
„Arschkarte“ für FIFA und Funktionäre
Denn: „Die Nacktionalmannschaft ist auch eine Kunstaktion, ein Protest gegen den Kommerz im Fußball“, sagt der Initiator und Erfinder der hüllenlosen Mannschaft, Gerrit Starczewski. Es gehe dieses Mal um eine Auseinandersetzung mit der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA und den Machtstrukturen rund um das Turnier. Einer FIFA, die einem US-Präsidenten Trump einen Friedenspreis überreiche, wolle man damit „einfach mal die Arschkarte zeigen“, erklärte Starczewski. „Da geht es doch nicht mehr um Fußball, sondern nur noch um Geld“, so seine Kritik.
Nackt vor Rekordkulisse: 2700 Tickets verkauft
Vor elf Jahren hatte Starczewski erstmals eine nackte Mannschaft zusammengetrommelt, seither findet das hüllenlose Spektakel regelmäßig und möglichst zweimal im Jahr statt. Zuvor hatte der Fotograf und Künstler bereits auf Musikfestivals mit Gruppenfotos voll nackter Menschen Zeichen gegen falsche Schönheitsideale und Konsum setzen wollen. „Das wollte ich irgendwie mit meiner Fußballleidenschaft verbinden“, erklärt der 39-jährige Fan des VfL Bochum, wie es zur Idee der nackten Fußballer kam.
Instagram Konto: Nacktionalmannschaft
Die Nacktionalmannschaft gegen die PottOriginale All Stars… und gemeinsam gegen die FIFA und die QATAR WM!
Auf der Hagenbecker Bahn der Ballfreunde Bergeborbeck in Essen spielte die Nacktionalmannschaft gegen die PottOriginale All Stars. Wir Ruhrgesichter wurden Zeuge von allem, was guten Fußball ausmacht: Großer Sport, Kampf, Fairness, rassige Zweikämpfe, Freundschaft, Bratwurstbratkunst, trinkfeste Geselligkeit, Respekt. Nicht dabei waren das große Geld, der Kölner Keller (obwohl gelegentlich der Videobeweis gefordert wurde, allerdings hätte auf dem Video so viel verpixelt werden müssen, dass der Ball nicht mehr zu sehen gewesen wäre), Korruption, Starallüren. Auch die Menschenrechte wurden nur ganz selten verletzt und wenn, dann im Kampf um den Ball ;). Während in Qatar für das niedere Fußballvolk striktes Alkoholverbot gilt (außer für die Bessermenschen in den Logen, die dürfen sich von Allah und der Herrscherfamilie ungesehen die Hucke volllaufen lassen), war davon in Essen keine Spur. Tatsächlich wurde auch im Gegensatz zu den mit Blut gebauten WM Stadien in Qatar der Fußballtempel der Ballfreunde Bergeborbeck nicht aufwändig künstlich heruntergekühlt, er war auf ganz natürliche Weise novemberkalt und hielt eine für Nacktsport herausfordernde Temperatur von rund 4°C. Doch es galt: „Das System ist krank – wir ziehen blank.“ Initiator Gerrit Starczewski setzte mit dem Fußballspiel gemeinsam mit seinen Pölern und Pölerinnen ein klares Zeichen, dass vor Anpfiff auch von den Rücken der Kicker ablesbar war.
Angesichts der Streits um bunte Kapitänsbinden bei der WM möchte der Regelkunde – Expertenrat unserer Ruhrgesichter Redaktion darauf hinweisen, dass die FIFA Statuten zwar politische Botschaften auf der Kleidung verbieten, der BOYCOTT QATAR Schriftzug der Nacktionalmannschaft jedoch regelkonform wäre: Denn es gab ja keine Kleidung…Und so war der Fußballnachmittag in Essen pünktlich einen Tag vor der Eröffnung der Korruptionsspiele in Qatar eine gelungene Kunstaktion, WM – Boykottaufruf und ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung des Fußballs; eine aufbegehrende Demonstration, ein Mittelfinger in Richtung der „Fußballbasierten Infantino Finanz Agentur“ (FIFA). Außerdem gab es lecker Bratwurst, reichlich Bier und einen schönen Nachmittag mit Ruhrpottkultur. Denn: Wo bitte sonst auf diesem schönen Erdenrund sollte ein solches Gekicke stattfinden, wenn nicht im Herzen des Ruhrgebietes. Wo sonst sollten Kicker mit dem nackten Arsch über Asche rutschen. In München etwa?
So wurde am Samstagnachmittag Nacktheit ein Symbol der Freiheit gegen Menschenrechtsverletzungen und auch gegen das (Nicht-)Verhalten des DFB und der Profispieler über zu späte, zu vorsichtige Lippenbekenntnisse hinaus. Initiator Gerrit: „Meine Spieler zeigen jedenfalls Eier, im Gegensatz zum DFB“. Der FIFA die Arschkarte gezeigt hat nicht nur die Nacktionalmannschaft, sondern auch die PottOriginale All Stars mit Titan im Tor und Mohammed Mohammed, der tatsächlich das gesamte Gekicke über ein Bier auf dem Kopf balancierte. Nur gelegentlich gab es grobe Bierfouls, so dass der vorbildliche Linienrichter Tanki schnell mit einem Fläschchen zur Hand war, um das Kopfbier wieder aufzufüllen.
Auf der Hagenbecker Bahn der Ballfreunde Bergeborbeck in Essen spielte die Nacktionalmannschaft gegen die PottOriginale All Stars. Wir Ruhrgesichter wurden Zeuge von allem, was guten Fußball ausmacht: Großer Sport, Kampf, Fairness, rassige Zweikämpfe, Freundschaft, Bratwurstbratkunst, trinkfeste Geselligkeit, Respekt. Nicht dabei waren das große Geld, der Kölner Keller (obwohl gelegentlich der Videobeweis gefordert wurde, allerdings hätte auf dem Video so viel verpixelt werden müssen, dass der Ball nicht mehr zu sehen gewesen wäre), Korruption, Starallüren. Auch die Menschenrechte wurden nur ganz selten verletzt und wenn, dann im Kampf um den Ball ;). Während in Qatar für das niedere Fußballvolk striktes Alkoholverbot gilt (außer für die Bessermenschen in den Logen, die dürfen sich von Allah und der Herrscherfamilie ungesehen die Hucke volllaufen lassen), war davon in Essen keine Spur. Tatsächlich wurde auch im Gegensatz zu den mit Blut gebauten WM Stadien in Qatar der Fußballtempel der Ballfreunde Bergeborbeck nicht aufwändig künstlich heruntergekühlt, er war auf ganz natürliche Weise novemberkalt und hielt eine für Nacktsport herausfordernde Temperatur von rund 4°C. Doch es galt: „Das System ist krank – wir ziehen blank.“ Initiator Gerrit Starczewski setzte mit dem Fußballspiel gemeinsam mit seinen Pölern und Pölerinnen ein klares Zeichen, dass vor Anpfiff auch von den Rücken der Kicker ablesbar war: FUCK YOU FIFA. BOYCOTT QATAR. Angesichts der Streits um bunte Kapitänsbinden bei der WM möchte der Regelkunde – Expertenrat unserer Ruhrgesichter Redaktion darauf hinweisen, dass die FIFA Statuten zwar politische Botschaften auf der Kleidung verbieten, der BOYCOTT QATAR Schriftzug der Nacktionalmannschaft jedoch regelkonform wäre: Denn es gab ja keine Kleidung…Und so war der Fußballnachmittag in Essen pünktlich einen Tag vor der Eröffnung der Korruptionsspiele in Qatar eine gelungene Kunstaktion, WM – Boykottaufruf und ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung des Fußballs; eine aufbegehrende Demonstration, ein Mittelfinger in Richtung der „Fußballbasierten Infantino Finanz Agentur“ (FIFA). Außerdem gab es lecker Bratwurst, reichlich Bier und einen schönen Nachmittag mit Ruhrpottkultur. Denn: Wo bitte sonst auf diesem schönen Erdenrund sollte ein solches Gekicke stattfinden, wenn nicht im Herzen des Ruhrgebietes. Wo sonst sollten Kicker mit dem nackten Arsch über Asche rutschen. In München etwa? So wurde am Samstagnachmittag Nacktheit ein Symbol der Freiheit gegen Menschenrechtsverletzungen und auch gegen das (Nicht-)Verhalten des DFB und der Profispieler über zu späte, zu vorsichtige Lippenbekenntnisse hinaus. Initiator Gerrit: „Meine Spieler zeigen jedenfalls Eier, im Gegensatz zum DFB“. Der FIFA die Arschkarte gezeigt hat nicht nur die Nacktionalmannschaft, sondern auch die PottOriginale All Stars mit Titan im Tor und Mohammed Mohammed, der tatsächlich das gesamte Gekicke über ein Bier auf dem Kopf balancierte. Nur gelegentlich gab es grobe Bierfouls, so dass der vorbildliche Linienrichter Tanki schnell mit einem Fläschchen zur Hand war, um das Kopfbier wieder aufzufüllen. VfL Jesus musste leider krankheitsbedingt daheim bleiben, eine herbe Schwächung für die All Stars, Spieler für die Position hängende Spitze gab es aber auch so genug, auch wenn die Temperaturen auch hier Tribut gefordert haben dürften. BA und Schalke Lennart hatten ihre Teams top vorbereitet und schrien ihre Kloppertruppen von der Seitenlinie nach vorn und am Spielfeldrand ließ Glockenhorst die Glocken läuten. Kurz: Fußballkultur vom Allerfeinsten, auch die Kicker mit Raucherlunge gaben alles und der Schiedsrichter wurde zum „Collina vonne Hagenbecker Bahn“. Grundsätzlich galt die Regel: Eingewechselt wird erst, wenn der Einwechselspieler aufgeraucht hat.
Gegen die Kälte half zwischenzeitlich Gulaschsuppe aus der Dose. Auf‘m Platz. Und die nächste isotonische Biererfrischung war auch für die Schnapper nie weit entfernt. An Gerrit und die bekleideten und nackerten Damen & Herren auf und neben dem Platz: Unseren größten Respekt habt Ihr Euch mit dieser erinnerungswürdigen Aktion redlich verdient. Herzlichen Dank dafür. Wer braucht da noch korruptes Wüstengekicke? Dennoch gab es -wie das beim modernen Fußball üblich ist- auch auf der Hagenbecker Bahn unschöne Szenen. So musste zur Erheiterung aller das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden, da Gockenhorst mit seinem Rolli als Flitzer den Platz überquerte, BA & Schalke Lennart lieferten sich hitzige Wortduelle an der Seitenlinie und zwischenzeitlich wurde die Eckfahne entführt ;). Ach ja: Ein Ergebnis gab es auch. Interessierte nur niemanden.
Webseite der Nacktionalmannschaft
Aussschnitt aus der Süddeutschen Zeitung
Oer-Erkenschwick
Protestaktion: Nackte Fußballer in Oer-Erkenschwick
Aus Protest gegen die aus ihrer Sicht zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs treten am Sonntag (14.00 Uhr) in Oer-Erkenschwick zwei Mannschaften nackt...
Oer-Erkenschwick (dpa) - Aus Protest gegen die aus ihrer Sicht zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs treten am Sonntag (14.00 Uhr) in Oer-Erkenschwick zwei Mannschaften nackt gegeneinander an. Organisator der Partie im Stimberg-Stadion am nördlichen Rand des Ruhrgebiets ist der Künstler Gerrit Starczewski, der jeden Teilnehmer im Anschluss per Urkunde zum offiziellen Nacktionalspieler ernennen will. „Mit meinen Nackt-Aktionen will ich außerdem ein Zeichen für Vielfalt und Natürlichkeit und gegen die Abhängigkeit und Beeinflussung sozialer Medien und falscher Schönheitsideale setzen“, sagt der 34-Jährige. „Das System Fußball ist krank, darum ziehen wir alle blank.“
Die nackten Körper sollen aus Sicht von Starczewski für Natürlichkeit und Authentizität stehen - und damit für Eigenschaften, die nicht auf den modernen Fußball zuträfen. Bislang haben sich 20 Interessierte bei Starczewski für das Spiel angemeldet. Er warnt die Teilnehmer bereits jetzt davor, beim Torjubel ein Trikot anzuziehen. Dies würde sofort mit einem Platzverweis geahndet, erzählt er scherzhaft. Zuschauer dürfen aufgrund der Corona-Situation nicht kommen.
















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